So funktioniert der News Feed

Grundlagen

Der News Feed besteht aus individuellen Meldungen, die bei allen Personen in der Mitte der Facebook-Startseite angezeigt werden. Dazu zählen Status-Updates, Fotos, Videos, Links, App-Aktivitäten, Gruppenunterhaltungen und mehr.

Im News Feed sollen Personen die Meldungen sehen, die für sie am wichtigsten sind. Wir zeigen die relevantesten Meldungen möglichst weit oben im Feed, weil wir allen, die Facebook nutzen, ein optimales und individuelles Erlebnis bieten möchten. Wir werten dazu Tausende von Signalen aus und stufen die Meldungen für jede Person von der am meisten bis zur am wenigsten relevanten Meldung ein. Bei jeder Aktualisierung des News Feed werden alle infrage kommenden Meldungen ausgewertet und in der entsprechenden Reihenfolge im Feed ausgeliefert.

  • Über 1,6 Milliarden Personen nutzen Facebook, um sich mit den Dingen zu verbinden, die ihnen wichtig sind.
  • 1,09 Milliarden Personen besuchen Facebook täglich.
  • Im Durchschnitt verbringt ein Besucher 50 Minuten auf der Webseite.
  • Über eine Milliarde Meldungen werden im Durchschnitt jeden Tag auf Facebook gepostet.

Wir erklären hier einige der Signale, auf die wir achten, und wie wir den Content in den News Feeds einstufen. Außerdem stellen wir einige Best Practices vor, wie deine gemeinnützige Organisation die Zielgruppen erreichen kann, die sie sich wünscht.

So werden die Meldungen im News Feed priorisiert

Das sind die drei Haupttypen von Signalen, die zur Einstufung der Beitragsrelevanz für jede Person verwendet werden:

  • VON WEM STAMMT DER BEITRAG: Die Freunde, Verwandten, Nachrichtenquellen, Unternehmen und Personen des öffentlichen Lebens, mit denen eine Person am meisten interagiert, erhalten im News Feed Priorität.
  • BEITRAGSART: Egal, ob es sich um Fotos, Videos oder Links handelt, im News Feed erhalten die Beitragsarten Priorität, mit denen eine Person am häufigsten interagiert.
  • BEITRAGSAKTIVITÄT: Beiträge, die viele „Gefällt mir“-Angaben und Kommentare erhalten und häufig geteilt werden (insbesondere von Personen, mit denen eine Person am meisten interagiert), erscheinen im Feed einer Person vermutlich am weitesten oben.

Es kann sein, dass du Beiträge von Personen und Seiten siehst, mit denen du nicht verbunden bist. Vermutlich interagiert dann einer deiner Freunde oder eine Seite, mit der du verbunden bist, mit diesem Beitrag. Beispiel: Wenn du mit Joan Smith befreundet bist, siehst du vielleicht eine Meldung „Joan Smith hat diesen Beitrag von Mercy Corps mit ‚Gefällt mir‘ markiert“ in deinem News Feed, auch wenn du Mercy Corps‘ Seite nicht mit „Gefällt mir“ markiert hast. Wenn du Beiträge erstellst, mit denen Personen interagieren, erreicht dein Content mehr Personen, denen deine Seite gefällt, sowie deren Freunde.

HINWEIS: Die Kennzahl, mit der die Anzahl der Personen quantifiziert wird, die deinen Beitrag sehen, wird Reichweite genannt. Die Reichweite ist die Anzahl einzelner Personen, denen dein Beitrag gezeigt wurde. In den Seiten-Insights siehst du diese Anzahl in verschiedenen Aufschlüsselungen.

Was heißt das für gemeinnützige Organisationen auf Facebook?

Um die gewünschte Zielgruppe zu erreichen, ist es wichtig, Content zu erstellen, den sie sehen und teilen möchte. Überlege dir eine Strategie, wie du Content postest, der für deine Zielgruppe relevant ist und den sie vielleicht mit „Gefällt mir“ markiert, teilt, kommentiert – oder einfach nur gerne liest. Dafür solltest du die Eigenschaften deiner Zielgruppe kennen und wissen, mit welcher Art von Content sie in der Regel interagiert.

Die folgenden Best Practices funktionieren unserer Erfahrung nach gut für gemeinnützige Organisationen auf Facebook. Du musst nicht alle gleichzeitig ausprobieren. Fange einfach mit einigen an, die sich gut für deine Organisation eignen könnten.

Rekrutiere die richtigen Abonnenten

Du solltest eine Facebook-Community mit Personen aufbauen, die deinen Content wirklich lesen und damit interagieren möchten. Es ist nicht hilfreich, deine Zielgruppe mit Tricks anzulocken oder mit Content, der die Mission deiner Organisation nicht richtig widerspiegelt.

Lerne deine Zielgruppe kennen

Wenn du dir nicht sicher bist, worauf die Mitglieder deiner Community Wert legen, probiere verschiedene Beiträge aus, um es herauszufinden. Du musst nicht schon von Anfang an perfekte Beiträge liefern. Versuche, regelmäßig Beiträge zu posten, und variiere bewusst Länge, Typ, Ton und Thema. Sieh dir dann nach einigen Wochen in den Beitrags-Insights an, mit welchen Beiträgen interagiert wird. Ziel ist es, dich auf die Art von Content und Calls to Action zu konzentrieren, die bei deinen Unterstützern gut ankommt. Mit der Facebook-Suche, den Seiten-Insights oder den Zielgruppen-Insights kannst du herausfinden, was deiner Zielgruppe gefällt.

Teile individuelle Storys

Personen interagieren gern mit emotionalen oder inspirierenden Geschichten, die von anderen Personen erzählen. Suche nach den einfachen menschlichen Geschichten, die deine Begünstigten, Mitarbeiter oder Ehrenamtlichen vorstellen, und teile sie mit deiner Zielgruppe. Du kannst mit der Länge experimentieren. Versuche aber, die Geschichten möglichst kurz zu halten, und nimm ein Foto oder Video der Person auf. Vergiss natürlich nicht, die Betroffenen um Erlaubnis zu fragen, bevor du ihre Geschichte teilst.

Poste Bilder und Videos

Fotos und Videos führen meist zu einer hohen Interaktion auf Facebook. Poste Fotos deiner Programme, Teammitglieder und Ehrenamtlichen oder lade Alben mit einem Thema hoch. Bilder, die angeklickt, mit „Gefällt mir“ markiert, geteilt oder kommentiert werden, erzielen eine höhere Reichweite als diejenigen, mit denen nicht interagiert wird. Wir haben festgestellt, dass Videos mehr Interaktion hervorrufen als anderer Content. Videos, die länger als drei Sekunden wiedergegeben werden, bei denen der Ton aktiviert ist oder die vollständig angesehen werden, erhalten im News Feed Priorität. Videos und Bilder im quadratischen Format werden 4-mal wahrscheinlicher geteilt als andere Formate.

Dialoge statt Vorträge

Bei dem Bemühen, Bewusstsein zu schaffen, kann es passieren, dass du auf Personen einredest, statt mit ihnen zu reden. Facebook ist ein bidirektionaler Kommunikationskanal. Finde heraus, worüber sich aktuelle und potenzielle Unterstützer unterhalten möchten. Versuche, sie zu einer Unterhaltung über deinen Zweck anzuregen, indem du aktuelle Veranstaltungen teilst oder sie nach ihrer Meinung fragst.

Poste Funktionierendes mehrmals

Es ist keine schlechte Idee, deinen erfolgreichsten Content regelmäßig noch einmal zu posten. Wenn du feststellst, dass ein Thema oder Bild stark zu Interaktion anregt, poste es erneut. Weil der News Feed so aufgebaut ist, dass jede Person den für sie relevantesten und interessantesten Content erhält, ist es unwahrscheinlich, dass Personen, denen deine Seite gefallen hat, deine Beiträge als Spam empfinden. Du kannst negatives Feedback zu einem Beitrag in den Insight-Daten ermitteln. Versuche, Seiten mit einer ähnlichen Zielgruppe zu abonnieren, und teile deren erfolgreichsten Content auf deiner Seite.

Präsentiere Neues

Menschen interagieren gern mit Informationen, die ihnen neu sind. Außerdem möchten sie ihrer Community etwas bieten und teilen gerne Content, den sie für informativ oder wertvoll für ihre Freunde halten. Welche einmaligen, inspirierenden oder neuen Informationen kannst du mit deiner Zielgruppe teilen?

Hebe die „Als Erstes anzeigen“-Liste hervor

Falls dir Personen, denen deine Seite gefallen hat, mitteilen, dass sie deine Seite in ihrem News Feed nicht sehen, schlage ihnen vor, deine Seite zu ihrer „Als Erstes anzeigen“-Liste hinzuzufügen. Das können sie, indem sie ihre News Feed-Einstellungen bearbeiten. Die „Als Erstes anzeigen“-Liste einer Person besteht aus den Personen und Seiten, deren Content sie im News Feed Priorität einräumen möchten.

Poste regelmäßig

Entwickle einen Beitragszeitplan, der für dich und dein Team gut passt. Setze ein Ziel für die Anzahl der Beiträge, die du wöchentlich veröffentlichen möchtest. Viele Organisationen versuchen, täglich einen Beitrag zu posten. In einigen dieser Contents werden vielleicht erfolgreiche Beiträge von deiner Seite oder von Seiten erneut gepostet, die du abonniert hast. Du kannst den Terminplan in den Beitragsoptionen deiner Seite verwenden, um Beiträge zu planen.

Reagiere

Antworte den Personen, die mit dir interagieren. Verwende die Antwortfunktion im Kommentarabschnitt oder aktiviere den Messenger für deine Seite, um es den Personen zu ermöglichen, mit dir zu chatten. Wenn du deinen Unterstützern durch die Beantwortung ihrer Fragen und Kommentare das Gefühl gibst, sie zu beachten, ist es wahrscheinlicher, dass sie Kommentare abgeben und mit deinen Beiträgen interagieren.

Lerne von anderen Seiten

Finde den Content, mit dem deine Unterstützer bei anderen Organisationen interagieren. Lass dich vom Content dieser Seiten inspirieren und zu kreativen Ideen anregen. Abonniere einige der Seiten, die bei deiner Zielgruppe beliebt sind. Stelle fest, welche Art von Content auf diesen Seiten am meisten Interaktion hervorruft. Selbst wenn du Werbeanzeigen nicht regelmäßig verwendest, kannst du mithilfe der Zielgruppen-Insights die Verhaltensmerkmale deiner Zielgruppe und die anderen Seiten herausfinden, die ihr gefallen.

Erfahre, wie du die Interaktion mit deinen Beiträgen steigern kannst